LANDSYN – Land in Sicht in Berlin

In ihrer kleinen Galerie zeigt die junge Galeristin Anna Franek ausgewählte Prägezeichnungen aus der Serie LANDSYN – Land in Sicht.

8. Januar – 11. Februar
Galerie anna25, Berlin

Peter Lang fasst seine Reise im Fischkutter um Island selbst zusammen:

LANDSYN Ein nautisches Pleinair-Projekt

Seit vielen Jahrzehnten beschäftige ich mich mit der Landsichtung. Im Kindesalter war meine Wahrnehmung der Landschaft mit einem Gefühl der Schönheit gepaart. Es stellte sich in der Bewegung, beim Laufen, Radfahren oder Bergsteigen ein, wenn die Landschaft-Raum-Komponenten Vordergrund, Hintergrund, Himmel und Licht so aufeinandertrafen, dass für mich ein ästhetischer Moment entstand. Diese visuelle Herausforderung stellt sich für mich bis heute als bildender Künstler. Zur optischen Wahrnehmung des Landschaftsraumes kam im Laufe meiner künstlerischen Darstellung die Frage der Verwendung der malerischen und grafischen Mittel. Diese zusammenzubringen ist mein Beruf.

Das Kunstprojekt LANDSYN – Land in Sicht hat die Elemente Land, Standpunkt, Bewegung, Beobachtung, Sichtung, Entscheidung und Ausführung „en plein air“. Als Land wählte ich die Insel Island. Der Standpunkt war der alte Fischkutter Pall Helgi auf dem Nordatlantik. Auf ihm wurde ein Zelt mit einem großen Ausguck zur Küstenlinie installiert. Im Zelt war ein Maltisch, von dem aus die Landschaft gesichtet und die Entscheidung zum Start der grafischen und malerischen Aktion getroffen wurde. Das Eichenboot fuhr mit zwei bis zehn Knoten Geschwindigkeit insgesamt eine Strecke von ca. 5500 Seemeilen ab. Dabei wurden 48 isländische Fjorde ein- oder mehrmals befahren und in 28 Häfen angesteuert. Gearbeitet habe ich auf Papier, Arches Rives Bütten, 300g/qm im Format 80 x 120 cm oder 60 x 80 cm. Meine grafischen Geräte waren das Falzbein, eine stumpfe Radiernadel, Bleistift, Stahlfeder und Tuschpinsel. Als Farbmittel habe ich Farbpigmentteige der Firma Kremer verwendet, die mir David Kremer speziell für die Reise angefertigt hat. Bindemittel war Schellack.

Der Zeitraum der Umfahrung war Juni bis Mitte August 2021. Bolungarvik im Nordwesten Islands war Ausgangspunkt und Endpunkt der Malreise. Richtung N-O-S-W.

Gearbeitet habe ich ausschließlich auf dem Wasser. Meine Inspirationsbeobachtungen fanden immer während der Seefahrt statt. Von meinem Zeltausguck betrachtete ich die Landschaft und zündete bei einer für mich ergreifenden Landschaftssituation meinen malerischen und zeichnerischen Prozess. Der begann meist damit, dass ich zuerst mit Falzbein, Radiernadel oder stumpfem Bleistift Vertiefungen in Vorder- und Rückseite des Papiers prägte. Nachdem so eine Bildidee entstanden war, fasste ich mit Farbtuschen die Zeichnung farbig. Meist wurde das Blatt mit Ortsnamen betitelt und mit nautischem Maß in Länge und Breite verortet und dann signiert. Die Außenbedingungen, Temperatur und Wetter, die Jetzt-Situation auf dem Wasser haben meine künstlerische Arbeit stark geprägt. Entscheidend aber war die Bewegung des Bootes im Wellengang. Bei sehr starkem Wellengang entstanden meist sehr direkte Arbeiten, in stark expressivem Duktus. Es war ein sehr rigoroses Aufnehmen und Ausdrücken. Die starke physische Anstrengung am Arbeitsplatz forderte eine sehr konsequente Umsetzung. Diese Wildheit habe ich sehr geschätzt. In ruhigem Fahrwasser sind entsprechend zarte und feine Arbeiten entstanden. Die Zeichnung konnte komplexer gesetzt und die Farbe differenzierter gemischt werden. Das Wetter, Wellengang und die starken Meeresströmungen haben grundsätzlich meine Beobachtung und meinen Arbeitsprozess beeinflusst. Die schnell wechselnden Lichtstimmungen waren die Grundlage für die jeweiligen Farbentscheidungen.

Die Weiterfahrt des Schiffes veränderte ständig den Standpunkt meiner Landsichtung und ist somit der immanente Unterschied zu meiner Arbeit an Land. Der Landstandpunkt ist immer fest und die Betrachtung ist nur geprägt von wechselnden Lichtstimmungen, ganz anders als auf dem Wasser in Seefahrt. Eine Situation, die mir eine präzise Wahrnehmung und blitzartige Umsetzung abverlangte: Zaudern unmöglich, ein impressionistischer Eindruck, eine expressive Ausführung, eine Momententscheidung, kein Abwägen, radikale Umsetzung, Kopf oder Zahl, immer riskant. Es war ein Arbeiten im Hier und Jetzt voller Konzentration, ein Arbeitsrausch, wunderbar für mich.

Interessant ist auch der auf See umgekehrte Farbraum zur Landschaftsmalerei an Land: Kalte Farben sind auf See im Vordergrund und das „wärmere“ Land im Hintergrund. Die für mich als Mitteleuropäer gewohnte Farbperspektive im Sinne Caspar David Friedrichs stellte sich auf den Kopf und gab mir die Möglichkeit, den dreidimensionalen Raum frisch und spontan in eine zweidimensionale Grafik zu übersetzen.

Das einfache, freie Leben an Bord der Pall Helgi rahmte den Arbeitsplatz ein. Gekocht, gegessen und geschlafen wurde gemeinsam mit der Schiffsmannschaft in der kleinen Kajüte im Bug des Bootes. Verspeist wurde fast ausschließlich der Fischfang des Vortages, besprochen wurde alles am kleinen Kajütentisch oder es wurde spontan nach der jeweiligen Wettersituation entschieden: Kurz, direkt und sofort. Die Stimmung an Bord war immer hervorragend und es wurde viel gelacht. Die Mannschaft bestand aus dem Kapitän und Ingenieur Loftur Bjarnason (56 Jahre), dem Koch und Manager der Reise Sigfus Almarsson (66 Jahre), Gabriele Lang-Kröll als Dokumentaristin und Matrosin (55 Jahre) und dem Künstler Peter Lang (56 Jahre). Während eines sechstägigen Landgangs von Loftur im Westen der Insel übernahm Kapitän Fri∂thjoffur Saevasson (54 Jahre) das Ruder und Arni Emanuelsson (70 Jahre) unterstützte ihn als Maschinist. Manchmal hatten wir auch Gäste an Bord, die uns für ein paar Tage begleiteten. Gemeinsam haben wir allen Widrigkeiten getrotzt und wurden von der unglaublichen Schönheit der Insel überrascht und belohnt.

Die wilde Seefahrt haben wir dank der umsichtigen und professionellen Kapitäne unversehrt überstanden, was ein Glück ist. Wir haben gemeinsam nicht den Fisch gejagt, sondern die Schönheit der Insel. Was für ein Malabenteuer!

Auf See, 20. August 2021, Nöronna (Fähre Island-Dänemark)

Peter Lang

Luftmuseum Amberg

Die ersten Tusch-Zeichnungen aus dem Projekt LANDSYN – Land in Sicht zeigt Peter Lang im Luftmuseum Amberg. Hier ein Einblick:

Luftmuseum Amberg

30. Oktober 2021 bis 23. Januar 2022

LANDSYN – Land in Sicht

Iceland off shore  –   Ein maritimes Zeichnungsprojekt

„Es war ein Traum, die Insel meiner künstlerischen Sehnsucht einmal mit dem Boot zu umrunden. Es war ein noch größerer Traum, von einem Boot aus zu malen. Im Sommer 2020, nach kurzen Seeausflügen, ergab sich die Gelegenheit dieses Projekt zu starten. Mein Freund Sigfus Almarsson nahm die Organisation in die Hand, besorgte ein Boot und einen Kapitän. So komme ich nun als Landratte (die Isländer nennen es Landkrabbi) in den Genuss, die Insel vom Boot aus und damit in einer komplett anderen Farbperspektive zu betrachten.“  Peter Lang

Die übliche Farbperspektive eines Landschaftsmalers, nennen wir es klassisch, historisch oder kontinental, geht von warm nach kalt, also von rot über grün nach blau. Vom Boot aus wird Peter Lang die Farbperspektiven komplett anders erfahren, umkehren und bearbeiten. Ausgangspunkt ist der Standort im Meer mit Blick auf die Landschaft, demnach von blau zu grün und rot. Das Ergebnis ist eine Unwägbarkeit sowohl für den Künstler als auch für den Betrachter. 

In der Beengtheit des Schiffes wird auf bestes Büttenpapier gesetzt: biegsam, Wasser aufnehmend und abgebend. Für die Farbtuschen stellte David Kremer besondere Schellacktuschen u.a. mit den erprobten Islandpigmenten exklusiv her, denn auf die perfekten Pigmente der Firma Kremer kann nicht verzichtet werden. 

Einen festen Boden unter den Füßen zu haben, ist für einen Landschaftsmaler eine Selbstverständlichkeit. Bei diesem Projekt wandelt sich der Mensch in der Landschaft zum Menschen vor der Landschaft, auf dem Wasser ohne festen Grund. Dünung, Wellen, Wetter  und Wind bewegen das Schiff, den Geist und den Betrachter. Der Künstler und das Motiv sind immer in Bewegung: Spannung pur für Peter Lang. Wieviel künstlerische Anforderungen, Vorstellungen und Überzeugungen werden über Bord geworfen, wieviel bleiben, wieviel entstehen? 

Über den Fortschritt des Projekts finden Sie in den nächsten Wochen weitere Beiträge.

Góða ferð.

Auf dem Weg nach Island: Faröer Inseln

Peter Lang und das Polarlicht

Fenna Wehlau, im Katalog Peter Lang und das Polarlicht, Köln 2019, ISBN 978-3-9812421-3-3

Dem Polarlicht entgegen – mit dieser Mission zieht es Peter Lang im Winter 2018/ 19 unweigerlich nach Island, dem Sehnsuchtsland vieler Reisender. Allein seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Islandreisenden verfünffacht und lag im Jahre 2017 knapp über 2,2 Millionen. Das an Naturwundern reiche Landschaftsbild ist geprägt von Vulkanen, Gletschern, Wasserfällen, Seen und Hochebenen. Diese zu erleben ist Motivation eines jeden Islandreisenden.

Für Peter Lang ist es die zweite Island – Malreise. Erstmalig arbeitete er 2012/13 für insgesamt 18 Monate auf der Halbinsel Snaefellsness. Damals reiste er mit dem Malcontainer, der an einem exponierten Platz direkt am Meer aufgestellt wurde. Hier auf Island fand Peter Lang Inspiration durch die Natur, durch ständige Wetterwechsel und das so geliebte Licht. Es ist eine umfangreiche Werkreihe mit den für ihn typischen abstrahierten Landschaften in feinem Lineament hoch differenzierter Farbnuancen entstanden.  Während dieser Zeit hat er gute Freundschaften mit den Anwohnern von Hellissandur geknüpft.

Im Sommer 2018 beschließt Peter Lang, ein weiteres Mal nach Island zu reisen: er interessiert sich dafür, das Polarlicht bildnerisch umzusetzen. Innerhalb kürzester Zeit organisiert er den Aufenthalt vom Transport bis hin zur Unterkunft. Die Gemeinde Snaefellsbaer stellt ihm auf Anfrage das leerstehende Rettungshaus mit Blick zum Gletscher und zum Meer für mehrere Monate als Atelierhaus zur Verfügung. Sämtliches Inventar, alle Malutensilien, Leinwände, Papiere und sogar eine Radierpresse verschifft er mit einem Container nach Island. Vor Ort soll es ihm an nichts fehlen, will er sich doch ungestört der Arbeit widmen. Er und seine Frau Gabi treffen im November 2018 in Hellissandur ein. Bevor es aber mit der eigentlichen Arbeit losgehen kann, werden für den Ausblick auf das Meer mitgebrachte Fenster eingebaut.

Der Winter und die dunkle Zeit kommen schon bald und mit ihnen die Naturbeobachtungen unter freiem Himmel und die eigentliche Atelierarbeit. Das Polarlicht in seiner Ungreifbarkeit und seiner ganzen Komplexität, einer Farbigkeit von grün, rot, violett bis blau und seinen gleichmäßig wie strahlenförmigen Bögen, Flächen und Bändern, den pulsierenden Flächen und Bögen, der Korona und den Zenit gerichteten, pulsierenden Strahlen, hat Peter Lang zu neuen Bildfindungen und zu einer Wiederentdeckung der Radierung inspiriert.

Es entstehen 33 Radierungen, die in ihrer Gesamtheit davon zeugen, dass hier ein Meister der Radierung arbeitet, der das ganze Repertoire an Techniken und Verfahren beherrscht. Peter Lang erreicht stark ausgeformte Plastizität und nuancierte Licht- und Schattenwirkung in Mezzotinto- und fein gestufte Tönungen in Aquatintatechnik. Jedes einzelne Blatt ist voll durchkomponiert, kraftvoll und immer wieder neu. Seine Radierungen bestechen in ihrer bildnerischen Umsetzung des Naturphänomens Polarlicht, sie sind ruhig bis kraftvoll, teilweise explosiv im Ausdruck – alles ist gefühltes Erleben und zeugt von der Freude des Künstlers in diesem Medium zu arbeiten und die Unvergleichbarkeit des Augenblicks einzufangen.

Parallel zu den Radierungen arbeitet Peter Lang Leinwände in unterschiedlichen Formaten von 50 x 80 cm bis zu 570 x 200 cm, alle Formate sind auf den Rücktransport im Container abgestimmt. Es entstehen die für ihn typischen ruhigen Landschaftimpressionen, wie „Þú Breiði Fjörður“ (50 x 230 cm) und „Við Eldborgarhraun“ (80 x 120 cm) in farblich fein abgesetzten Linienführungen und vergrößerte Fragmente von Naturbeobachtungen, wie das Aufeinandertreffen von Himmel und Meer in „Fjarlægðin Gerir Fjöllin Blá“ (80 x 120 cm).

Die malerische Umsetzung des Polarlichtes wird für ihn kompositorisch herausfordernd und fordert ihm neuen Lösungen ab: steil abfallendes Licht fasst er wie in „Ljósadýrð“ mit 230 x 140 cm in starke Hochformate.  In „Óveðuri Aðsigi“ (125 x 120 cm), „Ljósabönd“ (120 x 190 cm) und “Solvindar Á Nætur Himni” (80 x 120 cm) unterliegen die grob ausgearbeiteten kreisenden Bewegungen der Aurora Borealis den darüber gearbeiteten Vertikallinien. In mehreren kleineren Malereien wiederum zieht er Fragmente der Lichterscheinungen hoch und kommt so zu einem eher ruhig angelegten horizontalen Bildaufbau, wie in „Við Dönsum í Nótt“ (50 x 80 cm).

In einer seiner letzten großen Arbeiten vor Ort, „Ljóslogar Í Náttmyrkri“ (570 x 230 cm), macht er eine ganz neue Vielfalt der Schlagschnurtechnik auf und setzt kürzere, in Abfolge gesetzte, sich scheinbar bewegende Linien. Jede einzelne Malerei aus diesem Zyklus ist ein Meisterwerk, eine Glanzleistung an sich und Ausdruck der Erfahrung, die Peter Lang mit seiner Malweise gewonnen hat.  

Hinzu kommen die isländischen Titel – sie entstehen in enger Zusammenarbeit von Peter Lang und seinem isländischen Freund Sigfus Almarsson. Dieser sieht die sinnlichen Bedeutungen in den Bildern und findet typisch isländische Begriffe und Formulierungen. Die Titel betonen das Poetische in den Bildern von Peter Lang, sie bringen uns die isländische Welt mit ihren Sagen und Mythen näher und sind Ausdruck seiner authentischen Herangehensweise. Schauen wir sie uns genauer an, so merken wir schnell, dass sie sich nicht direkt ins Deutsche übersetzten lassen. Sie sind irgendwo „dazwischen“ so wie „Nidur“ (230 x 140 cm) einen Zusammenklang bedeuten kann und auch etwas von Schönheit erzählt. Auch sind sie Ausdruck der Mystik, die seinem Gesamtwerk unterliegt. Mit den Ergebnissen seiner Malreise Island 2018/ 19 lässt uns Peter Lang in die isländische Natur eintauchen und stillt unsere Sehnsucht nach unberührter Landschaft. Es ist diese bildimmanente Sehnsucht, die uns als Betrachter immer wieder neu in den Bildraum eintreten lässt.

Es freut mich sehr, die Malereien und Radierungen zu „Peter Lang und das Polarlicht“ erstmalig in zwei aufeinander folgenden Ausstellungen in meiner Galerie zeigen zu können. Zusammen mit meiner Webmasterin Marion Ehrl habe ich Peter Lang und seine Frau Gabi während Ihres Aufenthaltes in Island besucht und ein Stück Arbeitsalltag mit Naturbeobachtungen und Atelierarbeit miterlebt. Hier wird hochkonzentriert und ausdauernd gearbeitet. Wie Peter Langs Bilder den Lichtverhältnissen und Stimmungen auf Island entsprechen, kann ich seitdem noch vielmehr nachempfinden. Ich habe Hochachtung vor seinem Einsatz für das Werk, die Entbehrungen und Risiken, die er bereit ist hinzunehmen und einzugehen. All dies ist nur möglich durch die Unterstützung von Familie, Freunden und der isländischen Gemeinschaft von Hellissandur. Ich danke den Langs für die konstruktive Zusammenarbeit und wünsche dem tourendem Ausstellungsprojekt viel Erfolg und viele interessierte Besucher.

                                                                        Fenna Wehlau

Ein Wald für Island

Mit dem Titel für die Ausstellung in der Berliner Galerie ANNA25 weist Peter Lang auf die Bemühungen der Isländer hin, ihre Umweltproblematik in den Griff zu bekommen. Auf großen Flächen wird versucht wieder einen landestypischen Waldbestand anzusiedeln. Im 9. Jahrhundert, als die Wikinger die „Eisinsel“ besiedelten, sollen nach Forschungen 60% des Landes bewaldet gewesen sein. Holzwirtschaft und Beweidung machten dem Wald den Garaus. Momentan sind 2% der Landesfläche mit Bäumen bewachsen.

Peter Lang hat viel von seinen isländischen Freunden gehört. Die einen lieben den Wald, andere mögen ihn nicht, denn er beeinträchtigt die Sicht. Und schließlich sind Isländer eine weite Sicht gewohnt. Ganz egal, wo man sich auf dieser Insel aufhält, der Blick geht immer in die Weite, auf das schier unendliche Meer, die riesigen Lavafelder, über windschnittige Berge oder endlose Wasserläufe entlang.

Peter Lang liebt diese Weite, er fasst sie in seinen Bildern zu Bildräumen. Und er liebt den Wald. Als kleiner Junge wollte er einmal Förster werden. Der Wald und das Meer, beides bedeutet für ihn Weite und Lebensraum. Das Rauschen des Böhmerwaldes in einer windigen Nacht gleicht dem beständigen Rollen des Nordmeeres. Island ist für Peter Lang zu einer zweiten Heimat geworden. Der Wald ist seine Heimat.

In der jungen Berliner Galerie von Anna Franek zeigt er Ölbilder und großformatige Tuschezeichnungen aus seiner Islandreise 2012/13, dazu brandneue farbige Waldmotive im Format 65 x 50 cm (Tusche-Präge-Zeichnungen auf Bütten).

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